Ansatz des Bloggens

Ich hatte mich eigentlich schon von dem Gedanken an „nichtneugierige Webseiten“ verabschiedet und mit dem Gedanken an „neugierige, jedoch abgesicherte Webseiten“ angefreundet, aber es besteht Gund zur Hoffnung. Christoph schreibt ueber seine Bloggerei und versteckt einen sehr wichtigen Gedanken bezueglich der Art (dt: Kunst) des Bloggens ganz am Ende seines Artikels:

Ich verfolge auch unter den Ansatz eines Blogs, der seine Besucher nicht überwacht. Ich zähle wieder meine Besucher via Statify, CDN-Dienste sind aus dem Theme entfernt. Google Analytics oder Piwik benutze ich auch weiterhin nicht.

Fuer Besucher klingt das auf den ersten Blick nach „macht sich auch Gedanken um seine Besucher“ und genau das ist der Punkt. Ich freue mich wenn sich ein Webseiten-/Blog-betreiber auch an mich, den Besucher, denkt. Jetzt taucht jedoch bei manchen selbst bloggenden Besuchern folgende Frage auf: „Hmmm… dafuer muesste ich ja auf meine ueber zig Jahre gesammelten Statistiken verzichten. No way“. Okay, sei es verziehen wenn finanzielle Interessen auch eine Rolle spielen, aber brauchen private Seiten ohne Gewinnerzielungsabsicht (oder Betriebskostenreduzierung) wirklich den ganzen Kladeradatsch? Sollten private Seiten ihre Besucher nicht wieder mehr wie Gaeste behandeln, anstatt diese ungefragt mit fremdgehostetem Inhalt zu versorgen?

Mir stellten sich vor einiger Zeit genau diese Fragen. Ich aergerte mich immer wieder dass sehr viele Seiten/Blogs von externem Ramsch (z.B. fuer Werbung, Skripts,Grafiken, Webfonts, Gravatare, Kommentare, CDNs, etc.)  leben. Tolle Statistiken mittels Google Analytics, Piwik und Konsorten, welche jeden Klick und jede IP gnadenlos ueber Jahre speichern, vermitteln manchmal ein Gefuehl von vermeintlicher Relevanz… Fuehle ich mich auf solchen Seiten wohl? Definitiv nein! Kann ich solchen Ramsch trotzdem eigenen Besuchern zumuten? Eigentlich auch nicht – oder?

Mir war letztendlich das Gefuehl von nicht vorhandener Relevanz und schmucken Statistiken wie, „vor einem Jahr hatte ich insgesamt 3 Besucher weniger im Dezember, da zeigt SEO schon seine Wirkung“, genau gar nicht wichtig und so wurden zum Wohle der Besucher alle externen Quellen haendisch entfernt und zur Rückendeckung noch zusaetzlich folgende Plugins installiert:

  • Disable User Gravatar: Avatare von gravatar.com nachladen: Gibts hier nicht. Vielleicht nicht ganz so huebsch, dafuer gibt es als Nebenwirkung mehr visuellen Platz.
  • Remove Google Fonts References: Externe Schriften sind fuer mich eigentlich ein NoGo und deshalb kann ich dies auch den Besuchern nicht zumuten.
  • WP DoNotTrack: Befreit Plugins und Themes von eventuell eingesetztem .

Auf Statistiken verzichtete ich (mit einem leicht feuchten Auge) ebenso wie auf ein SEO-Plugin und anderes unnuetzes Gedoehns. Dank dem Statify-Hinweis von Christoph gibt es fuer mich doch noch, ohne schlechtes Gewissen, ein Gefuehl von vermeintlicher Relevanz (und Statistiken der letzten 7 Tage) und fuer die Besucher hoffentlich ein Gefuehl des geschaetzten Gastes.

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